Vielfalt, Vernetzung, Visionen
Die Veranstaltung bot ein facettenreiches Programm mit Impulsen aus der Praxis und Wissenschaft. In ihrem Grrußwort betonte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, wie wichtig es sei, die Chancen digitaler Technologien frühzeitig in der beruflichen Bildung zu verankern. Dr. Anika Limburg (Bildungscampus Saarland), Jens Schmitt (HWK Saarland), Martin Schlechter (ME Saar) und Carolin Mayer-Klein (EDIH Saar) unterstrichen die Bedeutung von Kooperation und Innovationsbereitschaft im Bildungsbereich in einer Open Stage.
In den Fachvorträgen zeigten Experten auf, wie KI bereits heute konkrete Prozesse in der Metalltechnik verändert.
Prof. Dr. Beinhauer von der HTW Saar machte deutlich: „Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema – sie ist längst im Handwerk angekommen.“
Christian Pirrung vom Bosch Data Innovation Lab veranschaulichte, wie „Industrial AI“ den gesamten Produktlebenszyklus effizienter gestaltet.
Carlo Maßmann, BildungsRebell und Berater für innovative Lernkonzepte, rückte die Frage in den Fokus, wie Auszubildende auf eine zunehmend digitale Arbeitswelt vorbereitet werden können.
Workshops und Exkursionen mit Praxisbezug
Am Nachmittag konnte das interessierte Publikum aus praxisorientierten Workshops und Exkursionen wählen. Besonders beliebt war der „Werkzeugkoffer KI“ mit praktischen Tools für den Ausbildungsalltag. Das DFKI-Team bot einen tiefen Einblick in KI-Anwendungen in Handel und Industrie, während beim Workshop „Klimawächter“ die Teilnehmenden mit Unterstützung von Prof. Dr. Dr. Hempelmann und der KI selbst programmieren durften.
Zwei Exkursionen führten zu innovativen KI-Anwendungen in der Produktion: eine Technologietour zum DFKI und ZeMA Saarbrücken, die andere in das Bosch-Werk in Homburg, wo Künstliche Intelligenz bereits Teil der industriellen Fertigung ist.
Ein Forum der Begegnung und Ideen
Das Graphic Recording der Veranstaltung von Stefan Behrendt fasste die zentralen Aussagen eindrucksvoll zusammen: KI muss als vernetzte Wirtschaftskraft verstanden werden, die Bildung, Industrie und Gesellschaft gleichermaßen betrifft. Auch ethische Fragen, agile Lernprozesse und die Rolle multiprofessioneller Teams müssen in den lebhaften Diskurs zur Nutzung der KI miteinfließen.
Alexander Bohlen, Fachreferent am Bildungscampus Saarland und Mitorganisator des Forums, zieht ein positives Fazit:
„Das Metallforum Saar zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie aktuell und lebendig berufliche Bildung sein kann – wenn Akteure aus Schule, Politik, Forschung und Wirtschaft gemeinsam in die Zukunft blicken und Ideen bzw. Visionen kreieren, um diese zukunftsfähig und noch interessanter zu machen.“
Eine Besonderheit für die Teilnehmenden in diesem Jahr stellte die Möglichkeit zum Besuch der Ideenbörse dar, die von Didaktikpartnern wie Festo Didactic, Lucas Nülle; dem Europa Lehrmittelverlag und ETS Didactic unterstützt wurde.
Veranstaltet wurde das Metallforum Saar vom Bildungscampus Saarland in Kooperation mit ME Saar, dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Saarland, der Handwerkskammer des Saarlandes und dem EDIH Saar.
